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Obedience
Was ist Obedience eigentlich?
"O-bi-di-ens" ist eine relativ neue Hundesportart in Deutschland, die wie Agility, ihren Ursprung in England hat. Übersetzt heißt Obedience nichts anderes als "Gehorsam", man nennt es auch "Die hohe Schule der Unterordnung".
Jedoch gestaltet sich Obedience wesentlich vielseitiger als die "gewöhnlichen" Gehorsamsübungen, die wir von den meisten Hundeplätzen kennen. Zu den bekannten Bestandteilen wie Bei-Fuß-Gehen, Sitz, Platz aus der Bewegung, Bleib, Abrufen usw., die Bestandteil einer Begleithundeprüfung sind, kommen noch folgende interessante Elemente hinzu:
- Apportieren / auch von Metall
- Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation
- Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh
- Vorausschicken in eine Box / Quadrat aus 4 Pylonen
- Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden
- Ablage / alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt
- uvm.
Ein wesentlicher Unterschied zur Begleithundeprüfung, die allerdings Vorraussetzung zur Teilnahme an einer Obedience-Prüfung ist, ist der Ablauf einer Prüfung. Während bei der BH nach einem festen Schema geprüft wird, macht man bei einer Obedience-Prüfung alles nur auf Anweisung des Ringstewards (der eine spezielle Ausbildung hierfür braucht). Dieser legt auch gemeinsam mit dem Richter das Laufschema für die Leinenführigkeit und Freifolge fest. Also erfährt man erst während der Prüfung, wie man laufen muss. Beim Obedience geht es vor allem um Präzision, Harmonie, Eleganz und eine fließende Vorführung der einzelnen Übungen. Wobei man hierzu noch erwähnen sollte, dass Obedience für Hunde aller Rassen, sowie Mischlinge geeignet ist, unabhängig von Größe und Alter. Bei der Bewertung der einzelnen Übungen, wird auch darauf vom Richter eingegangen, ob ein arbeitseifriger Border Collie oder ein eher etwas gemütlicher Bernhardiner diese ausführt.
Prüfungsordnung/Allgemein
Zur Durchführung einer termingeschützten Prüfung ist eine Mindestteilnehmerzahl von 8 Teams erforderlich.
Es muss ein Gelände mit der Größe von 25x40 Meter im Freien, oder 20x30 Meter in einer Halle, vorhanden sein. Notwendig ist auch eine Gelegenheit, die Hundeführer außer Sicht der teilnehmenden Hunde zu bringen. Dabei sollte der Abstand zu den Hunden mindestens 25 Meter betragen.Für die Übung "Bringen" gelten folgende Gewichtseinteilungen für alle Hunde:
Holz- oder Kunststoff-Apportierklötze zwischen 175 g und 650 g
Metall-Apportiergeräte zwischen 175 g und 650 g
Die Obedience-Hürde muss vollflächig und alle 10 cm verstellbar sein, eine Breite zwischen1 m und 1,50 m aufweisen. Die Maximalhöhe der Hürde beträgt 1 Meter.
Prüfungsstufen beim Obedience
Bewertung:
Vorzüglich von 256 bis 320 Punkten
Sehr gut von 224 bis 225,5 Punkten
gut von 192 bis 223,5 Punkten
Der Hund erhält die Punkte nach folgender Skala:
0 - 5 5,5 6 - 6,5 - 7 - 7,5 - 8 - 8,5 - 9 - 9,5 - 10
Beispiel zur Berechnung:
Eine Übung - 10 Punkte x Schwierigkeitskoeffizient 3 = max. Punktzahl 30
Nach fehlerhafter Übung werden vom OB LR 1,5 Punkte abgezogen. Somit werden für diese Übung 8,5 Punkte vergeben. Der Schwierigkeitskoeffizient beträgt 3. Es werden nun die 8,5 Punkte mit 3 multipliziert und somit wird die Übung mit total 25,5 Punkten bewertet.
Artikel aus dem Darmstädter Echo vom 25.04.06
Freddy und Frauchen belegten an diesem Tag in der Beginner Klasse den 3. Platz, mit 275,5 Punkten und der Wertnote "V" unter dem Leistungsrichter Ton Hoffmann
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