From the elmiramaplesugar´s
Australian Cattle Dogs

They stay in our lives for a while,
leave footprints in our hearts and we are never ever the same!

 Zur Erinnerung an einen ganz besonderen Hund

Freddy

Champion of the heart
unvergessen - heißgeliebt - unersetzlich

9. April 2003 - 9. November 2015

...unvergessen, weil sie ein Leben verändert haben und auch nach
ihrem Tod in einem weiter leben.
Man spürt es in seinem Denken, in seinem Handeln, in seinem Fühlen.
Seelenhunde hat sie jemand genannt
jene Hunde, die es nur einmal geben wird im Leben!
Die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen.
Kein Tag vergeht, ohne an sie zu denken und ohne sie zu vermissen.

Und nur Hundemenschen können verstehen, wie es ist, so einen Hund zu verlieren.

Alle die uns kennen, wissen wie viel dieser wundervolle Hund uns bedeutete und was wir durch ihn verloren haben.
Freddy war der absolute Chef in unserem Rudel. Souverän und ehrlich.
Mit fremden Hunden hatte er keine Probleme.
Jeder spürte seine besondere Ausstrahlung, seine Aura und unsichere Hunde fühlten sich gleich bei ihm wohl. In seiner Jugendzeit ist er öfters mit in die Welpenspielstunde gegangen, um unsicheren Welpen ihre Angst zu nehmen.

Durch Freddy verliebten wir uns als mehr in die Rasse und ohne ihn würden wir heute nicht züchten.
Ohne ihn wären wie nie in den aktiven Hundesport gegangen.
Ohne ihn hätte ich nie meinen Trainerschein im Obedience absolviert.
Ohne ihn hätten wir nie das Herding, das Clickertraining, die Nasenarbeit und andere diverse Hundesportarten kennengelernt.
Er war ein absoluter Allrounder und liebte alle gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Ohne ihn hätten wir nie so viel über die Hundesprache gelernt

Freddy wurde Dt. Ch. VDH. In jedem Richterbericht wurde sein freundliches Wesen dokumentiert.
Er hatte eine A1 Hüfte, leider fehlten die P2 im Unterkiefer.
Er nahm an der MDR 1 Studie teil und war frei von diesem Defekt.
Gemeinsam haben wir erfolgreich die Begleithundeprüfung absolviert und die Obedience Klasse 1.
Unser erster Wurf war mit ihm und unserer Haida. Es war sein einziger Wurf.
Freddy war genetisch PRA/PRA und viele scheuten sich solche Rüden in der Zucht einzusetzen, obwohl er jährlich klinisch auf den Augen untersucht wurde und immer bis ins hohe Alter glasklare Augen hatte.
Diese typische Augenerkrankung bei der Rasse brach nie bei ihm aus und mit genetisch freien Hündinnen würden nie Welpen auf die Welt kommen, die an dieser zur Blindheit führenden Augenerkrankung erblinden.
Wir sind glücklich aus unserem A-Wurf seine Tochter Amy bei uns zu haben.
Seine Tochter Abby in Italien hatte einen Wurf und ihre Tochter Grace wurde auch einmal Mutter.
So lebt Freddy in seinen Kindern, Enkeln und Urenkelkindern weiter.
Darüber sind wir sehr glücklich.

Freddy war so ein überaus freundlicher, ausgeglichener Hund.
Er liebte die Menschen und war immer überaus liebenswert und charmant.
Er freute sich immer so überschwänglich wenn er Menschen sah und überschlug sich fast vor lauter Freude,
was ihm auch den Namen "Purzel" verlieh.
Er war einfach ein Cattledog-Rüde, wie man ihn nur einmal in seinem Leben findet.

Sein Vertrauen zu uns war so grenzenlos und das machte ihn zu so einem einmaligen Hund.
Er war ein wunderschöner, kluger, souveräner Rüde, der immer ein Lächeln im Gesicht hatte.
Freddy hat uns überall hin begleitet, er war immer präsent und war in den
fast 13 Jahren kaum 5 Tage von uns getrennt.
Er war für uns ein Freund, ein echter Kumpel und wir haben so viel von ihm gelernt.

In den letzten 2 Jahren wollten seine Beine manchmal nicht mehr so wie er selbst.
Er nahm im Alter von über 11. Jahren an der DISH Studie teil. Seine DNA wurde in die Schweiz geschickt. Er war frei von DISH. Doch leider hatte er im lumbosakralen Übergangswirbel eine Spondylose entwickelt die auf die Nerven drückte.
Und das machte ihm Beschwerden.
Zusätzlich bekam er nach seinem 10. Lebensjahr von heute auf morgen kurze epileptische Anfälle. Die Ärzte meinten, wenn ein Hund in diesem Alter einen epileptischen Anfall bekommt, dann hat das oft einen Tumor zu folge. Dies könnte man nur durch eine Computertomografie (CT) feststellen lassen. Dazu hätten wir Freddy wieder in Narkose legen lassen müssen. Das wollten wir ihm nicht schon wieder zumuten. Auch hätte es nichts an der Diagnose geändert. Man hätte den Tumor im Kopf, falls es einer gewesen wäre nicht operieren können. Wir haben uns dazu entschieden, dass Geld für eine CT lieber der Physiotherapeutin zu geben. Oft lagen viele Monate dazwischen, bevor ein Anfall kam.
Wir haben alles unternommen, um ihm möglichst ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen
und wir hatten noch eine wunderschöne Zeit zusammen.

Vielleicht haben einige Menschen nicht verstanden, warum wir all das für ihn taten, aber uns war klar, solange er noch ein Lächeln im Gesicht hatte, würden wir alles tun, was wir für ihn tun konnten.

Am Dienstag war er noch in der Physiotherapie. Er arbeitete für seine Verhältnisse noch recht gut mit. Am Tag darauf war er sehr geschwächt und wollte nicht fressen. Wir fuhren in die Tierarztpraxis und dort bekam er seine Cortisonspritze. Zwei Tage später hatte er drei Anfälle an einem Tag. Das nahm ihn sehr mit und schwächte seine Muskulatur noch mehr. Wieder fuhren wir in die Praxis, wo er Infusionen bekam. Wir machten noch ein großes Blutbild und die Werte waren gut. Bis auf die Leberwerte, die verständlicher Weise durch die tägliche Medikamentengabe leicht erhöht waren, aber laut Tierarzt ohne Bedenken seien.

Es ging ihm danach wieder ganz gut, aber nicht lange. Er wollte am Montag mit auf den Spaziergang. Nachdem er über 10mal zusammenfiel, seine Beine wegsackten und er nicht selbstständig aufstehen konnte, trug ich ihn nach Hause.
Sein Lächeln war gestorben...
Roger kam von der Arbeit heim. Wir brauchten die nächsten Stunden um zu verstehen, dass wir nicht mehr helfen konnten. Nachdem er all die Jahre immer für uns da war und sein Vertrauen in uns doch so groß war erwiesen wir ihm den für uns allerschwersten und letzten Liebesdienst,
wir halfen ihm seinen Körper zu verlassen.
Er schlief erlöst in Rogers Armen ein.
Wir haben Freddy einäschern lassen, so wird er in seiner Urne immer bei uns sein.

Es fällt schwer zu verstehen - 12 Jahre und 7 Monate -
ein langes Leben und doch für uns eine viel zu kurze Zeit.
Freddy fehlt uns undendlich!
Es wird nie wieder in unserem Leben einen Hund geben, der ihn ersetzen kann!

Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben.
Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an.
Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.
Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind:
fehlerhafte, unvollkommene Menschen.
Menschen , die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben.
Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.
Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte.
Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.

(Picasso)